Deutsch-italienisches Ostern in Rom
Mit Ostern sind eine Menge Traditionen verbunden; in unserer deutsch-italiensichen Familie suchen wir uns immer die aus, die uns am besten gefallen oder schmecken
Ganz deutsch kommt als erstes der Osterstrauss. Der Karton mit der Oster – Deko wird wie jedes Jahr herausgekramt, ein Spaziergang im Park für die geeigneten Zweige und dann steht er schmuck und wird von allen italienischen Freunden bestaunt.
Auch Ostereier-Färben ist wie wie immer dabei. Die hartgekochten und gefärbten Eier sind einfach wunderschön anzusehen und natürlich auch lecker zu Essen.
Für Ostereiersuchen ist das Kind inzwischen ein wenig groß, aber ein Überraschungs-Schokoei muss sein! Diese Eier können gegantische Ausmaße haben, aber inzwischen sind wir in dieser Hinsicht etwas bescheidener geworden.
Aus der italienischen Tradition kommt die Pastiera, der Osterkuchen auf Ricotta-Basi. Das Original-Rezept stammt aus Neapel. Inzwischen gibt es sie überall, selbstgemacht oder gekauft. Eigentlich wird sie am Grün-Donnerstag gebacken, damit sie ein par Tage Zeit hat durchzuziehen. Ich bin erst gestern dazu gekommen, aber sie war trotzdem sehr lecker.
In diesem Jahr habe ich sogar die Orangeade, die eigentlich in den Kuchen gehört selbstgemacht. Ich hatte sie sonst immer weggelassen, weil ich die gekaufte ganz furchtbar finde. Mit der selbstkandierten Orangenschale ist es etwas ganz anderes.
Wenn man hier heute aus dem Fenster sah, hätte man meinen können in Bremen zu sein. Dunkle Regenwolken tobten über den Himmel und nach den letzten Sonnentagen blies ein überraschend frischer Wind. Auch morgen soll es nicht viel besser werden. Schade, denn Pasquetta, Ostermontag wird liebend gern für ein Picknick oder einen Ausflug vor die Stadttore genutzt.
Heute gab es Oster-Essen zu Haus: Pizza di Pasqua mit Lardo und Salame, vari Sott’Oli, Lasagne, Insalata Russa, Arista all’Arancia und Abbacchio. Als Dessert die Pastiera und dann Cafè e Ammazzacafè. Buona Pasqua!

