Die Befreiung unserer Hühner

Seit einem Jahr mache ich bei einer Bio-Einkaufsgruppe mit.
Jede Woche gibt es eine Kiste mit frischem Gemüse und Obst der jeweiligen Saison aus der Umgebung Roms, jeden Monat eine größere Order von Rind-oder Schweinefleisch, Käse oder Pasta. Im letzten Winter hatten wir fast 500 kg Orangen in Sizilien bestellt. Und immer alles direkt vom Produzenten. Was uns fehlte, waren die Eier.

galline_felici05Und da hatte unser Schweinefleisch-Lieferant Riccardo eine grandiose Idee: In einer Legebatterie haben wir uns 45 Hühner gekauft, die nach einem Jahr dort ausgemustert werden und Riccardo wird sie gegen Aufwand der Spesen für Getreide und 7 €/Monat für die Tochter, die die Eier einsammelt, auf seinem Hof beherbergen. Platz ist genug und einen alten Hühnerstall gibt es auch.
Wir sammeln unseren Biomüll, der der Ernährung unserer Hühner dient und tauschen diesen einmal die Woche in Eier um.
galline_felici01Am Sonntag war es soweit, Riccardo holte “unsere” Hühner in Kartons in der Eier-Fabrik ab und eine Delegation von uns fuhr nach Vetralla zu seinem Hof um den Hühnerstall etwas gemütlicher zu machen und bei der Befreiung der Hühner dabei zu sein.
galline_felici07Die armen Viecher sahen ganz schön gerupft aus und schienen am Anfang eher gestresst als glücklich, aber schon nach einer Stunde konnten wir sehen, wie sie, noch etwas unsicher auf den Beinen, anfingen in der Erde zu scharren. Ein ergreifender Anblick.
Nun drücken wir die Daumen, dass alle unsere Hühner den Klimawechsel überstehen und bald nur noch glückliche Eier legen werden, die wir noch glücklicher verspeisen werden.
Und Riccardos glückliche Schweine haben wir so auch gleich persönlich kennengelernt.

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3 Kommentare zu “Die Befreiung unserer Hühner”

  1. nina Says:

    und, geht das gut?
    ich habe ja das gefuehl, das so batteriehuehner schon als rasse sozusagen nicht gut geeignet sind zum draussen wohnen…
    ich hab hier noch was gefunden zum huehner haben:
    http://tofusofa.antville.org/stories/1921251/

  2. silke Says:

    also bis jetz sind noch alle hühner wohlauf und erfreuen sich der freiheit. die erste kältewelle und anhaltende regengüsse sind überstanden.
    problem ist nur, was die so wegfuttern. da reicht unser biomüll nicht. wir werden mal bei restaurants nachfragen, die haben ja viele essensabfälle …

  3. nina Says:

    auch auf dem markt, kurz vor schluss: huehner moegen alten salat!

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