Erdbeben in Rom

Durch die Wahl-Aufregungen der letzten Tage bin ich vollkommen darüber hinweggekommen vom Erdbeben zu berichten. Nicht dem politischen, dem richtigen.
Inzwischen ist es schon ein paar Tage her, aber die Nachricht ist wahrscheinlich wegen des politischen Aufruhrs etwas untergegangen.
Am letzten Samstag um viertel vor Acht, ich lag noch im Halbschlaf, fing das Bett unter mir plötzlich an zu rütteln und zu knacken. Am Kleiderständer machte ein Kettchen ding-ding-ding-ding … … - - ding-ding-ding … … . Schon ein sehr merkwürdiges Gefühl. Ich sprang aus dem Bett und stand etwas ratlos herum. Was macht man eigentlich bei einem Erdbeben? Naja, es war schnell vorbei und ich machte erst einmal einen Espresso und schaltete das Radio ein. Die Nachrichten bestätigten: 3,2° Richter, Epizentrum in den Castellli Romani, also ganz bei uns in der Nähe.
In Rom hat es schon häufiger Erdbeben gegeben, meist merkt man nichts davon, weil sie ja nie richtig stark sind und wenn man unterwegs ist, könnte es auch der vorbeifahrende Bus oder die Metro sein, die das Rütteln verursacht.
Richtig heftig ist dagegen im Moment das politische Erdbeben. Linke und Links-Zentrale haben einen Denkzettel verpasst bekommen, den Sie so schnell nicht vergessen werden (oder vielleicht doch :-( ?). Verdient haben Sie es. Auch wenn mich die Vorstellung erschaudern lässt, dass Berlusconi, der meiner Meinung nach die hässlichsten Seiten Italiens und der Italiener vekörpert, nun für die nächsten 5 Jahre an der Regierung sein könnte.

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