Markt in Rom

Ich finde, der Besuch von einem römischen Markt gehört genauso zum Rom-Reise-Programm wie der vom Kolosseum oder vom Petersdom. Es gibt sie in jedem römischen Stadtviertel, auf Plätzen oder in Markthallen, größer oder kleiner und sie finden täglich ausser Sonntags statt.

Markt auf dem Campo de Fiori - Rom
Der Campo de Fiori Dieses und weitere Fotos im Blog von O-Solemio-Italien

Einer der schönsten Märkte ist meiner Ansicht nach der auf der Piazza Campo de Fiori, allein schon wegen seiner Kulisse. Die Gäste vom B&B Campo de Fiori haben ihn direkt vor der Tür.
Auf dem einstmaligen Blumenmarkt reicht das Angebot inzwischen von Obst und Gemüse über Fleisch und Fisch bis hin zu Textilien. Eine Freundin erzählte mir, dass es dort den besten Stockfisch gibt, zubereitet mit Kichererbsen traditionelles römisches Freitagsgericht, und dass der Besitzer des Stockfisch-Stands der erste Italiener war, der den Stockfisch aus Norwegen eingeführt hat. Inzwischen ist Baccalà ein weitverbreitetes variationsreiches Fischgericht. Ob gebacken, mit Artischocken, Kichererbsen, in Tomatensoße oder mit Rosinen und Pinienkernen, jede italienische Region hat ihr eigenes Rezept.

Wer in der Gegend vom Vatikan untergebracht ist, z.B. im Appartamento Telesforo, im B&B Fiori e Semi oder im B&B S.Pietro sollte einen Blick in die Markthalle an der Piazza dell’Unità werfen, die etwas abseits liegt und wo Touristen daher im Gegensatz zum Campo de Fiori in der Minderheit sind.
In der Nähe der Vatikanischen Museen, an der Via Trionfale gibt es einen sehr großen Markt, gut zu erreichen vom Mosaico oder Appartamento Bartolomeo.

Der Markt auf der Piazza di Testaccio, ganz in der Nähe vom B&B Testaccio gehört zu sicher den typischsten Märkten Roms und ist bekannt für die Schuh-Schnäppchen, die man dort machen kann.

In einer ganz anderen Welt befindet man sich, wenn man sich in die Markthalle des Mercato di Piazza Vittorio wagt. Der Markt, der früher direkt auf der Piazza stattfand, wurde vor einigen Jahren in das restaurierte Gebäude der ehemaligen Milchzentrale verlegt. Die heutige Markthalle ist ein sehr schönes Beispiel römischer Industrie-Architektur. Allerdings könnte man meinen, sich hier nicht in einer europäischen, sondern orientalischen oder arabischen Großstadt zu befinden. Am Anfang gehörten die Menschen aus den fernen Ländern nur zu den Käufern, inzwischen sind sie auch auf die andere Seite des Verkaufsstands gewechselt und das Verkaufsangebot hat sich der Nachfrage angeglichen, neben den üblichen Zucchini gibt es Gemüse und Früchte, die in der italienischen Küche völlig unbekannt sind. Wer exotische Küche liebt, hat in diesem Bazar keine Probleme alle Zutaten auch frisch zu bekommen.

Wer auf der Suche nach Schuhen oder Textilien, Modeschmuck oder CDs ist, sollte auf dem Markt in Via Sannio vorbeischauen. Er wird besonders von Jugendlichen besucht, die sich hier günstig einkleiden. Eine gute Levis-Jeans-Kopie gibt es schon für 35 €. Man muss aber sehr auf die Qualität der Kopien achten und außerdem auch darauf aufpassen, dass einem das Geld nicht nur sprichwörtlich sondern auch reell aus der Tasche gezogen wird ;-) . Im hinteren Teil des Marktes gibt es Second-Hand-Stände.
Zu Fuß zur Via Sannio vom Appartamento Gallia und B&B da Marina.

Porta Portese, Roms berühmter Flohmarkt findet jeden Sonntag in Trastevere, zwischen Viale Trastevere und Via Portuense statt. Eingang von der Viale Trastevere, Höhe Orti di Trastevere oder von der Piazza di Porta Portese. Ein Katzensprung vom B&B Testaccio und der Fewo Porta Portese.

5 Kommentare zu “Markt in Rom”

  1. sigrid Says:

    der campo di fiori war meine erste liebe in rom ( neben dem san callisto ;-) ) und ist bis heute einer der orte, die ich bei jedem rombesuch aufsuche.
    allein der platz ist so italienisch, so wunderschön, ob mit oder ohne markt eine augenweide. aber wenn dort das maktleben tobt, ist er der allerschönste überhaupt :-) und dazu noch die gerüche, stimmen und farben…..

    ich berwerbe mich um austausch des fotos ;-)
    Campo die Fiori
    mit Link zu Fotos aus Rom

  2. salonino Says:

    Stoccafisso (Stockfisch) und Baccalà sind zwei verschiedene Dinge, die zwar denselben Fisch zur Grundlage haben koennen, aber aufgrund der Zubereitungsart voellig unterschiedliche Geschmaecker haben.
    Und ehrlich gesagt die Geschichte des Haendlers am Campo de’ Fiori erscheint mir doch all zu sehr eine legenda metropolitana, um die Touristen zu begluecken. Es sei denn der Besitzer stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist zufaellig noch Genevese, Veneziano o Napoletano … dahin wurde der Fisch naemlich damals aus den noerdlichen Laendern importiert. :-)

  3. Administrator Says:

    du hast recht, der Stockfisch (Kabeljau, Dorsch) ist getrocknet und der Baccalà in Salz eingelegt und natürlich gibt das einen ganz anderen Geschmack. Aber selbst in berühmten Rezepten geht der Stoccafisso häufig als Baccalà in die Legende ein. Es hängt von den Regionen ab, in Rom ist alles Baccala, während im Süden, in Kalabrien und Sizilien der Stoccafisso oder Pesce Stocco (piscistoccu) verbreiteter ist.

    Was die Fischverkäuferin des Campo de Fiori betrifft, kenne ich ihre Herkunft nicht und noch weniger die ihrer Vorfahren, von daher kann ich den Wahrheitsgrad ihrer Legende nicht beurteilen.
    Aber was wäre das Leben, besonders in Italien, ohne “legende metropolitane”?? Nicht nur für die Touristen. ;-)

  4. nina Says:

    baccala: klippfisch heisst das auf deutsch. und ist, wie oben angemerkt, eingesalzen.
    ich glaube, reinen stockfisch gibt es bald eh nicht mehr. und kabeljau ja auch nicht mehr…

  5. Gute Reise Says:

    Lieblingsplatz in Rom…

    Einem Aufenthalt in Rom darf keinesfalls ein Besuch auf dem campo dei fiori fehlen. Für Rom völlig untypisch (und selten) dabei ist, dass diese berühmte piazza in Roms historischem Zentrum mit keinem bedeutenden Gebäude oder Kirche verbunden ist. D…

Hinterlasse ein Kommentar